Nebst der Kathedrale und der Stiftsbibliothek gehören noch weitere Gebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Im barocken Kellergewölbe befindet sich das Lapidarium (aus lat. Lapis - Stein). Hier sind karolingisch-ottonische, gotische und frühbarocke Architekturplastiken des St.Galler Klosters ausgestellt. Die 1000-jährige Geschichte des Klosters wird sichtbar gemacht. Die anschauliche Tafelausstellung "Die Kultur der Abtei St.Gallen" ergänzt die jeweiligen Ausstellungen der Stiftsbibliothek.
Im Osten des Stiftsbezirks befindet sich das 1569/70 erbaute Karlstor. Es ist nach dem Mailänder Erzbischof Carlo Borromeo benannt. Dieser massgebende Vertreter der Gegenreformation in der Schweiz soll es als Erster durchschritten haben. Von den ursprünglich elf Toren der Stadtmauer ist das Karlstor das einzige erhaltene.
Im Stiftsarchiv sind die Dokumente und Urkunden des ehemaligen Klosters aufbewahrt. Der wichtigster Anteil am St.Galler Weltkulturerbe sind die gegen tausend Originalurkunden aus den Jahren zwischen 700 und 1000. Das Staatsarchiv St.Gallen ist das Landesarchiv seit 1803. Als grösstes Archiv der Ostschweiz sichert es die staatliche Überlieferung und beherbergt zahlreiche Privatarchive.